Hallo, lieber SUPERsiggi,

es war eine für mich große Freude, Deine Weihnachtssendung an meinem Geburtstag zu verfolgen. Dagmar, Peter, Bärbel, Jürgen (nicht selbst), Margot, Daggi & Siegfried, Muck, Flamingos – und dann Regina (meine ersten Tourneejahre), Fred – den ich in Leipzig viele Male besuchte, Darinka, dann Christel, mit der ich in Moskau war, Fränkyboy, Heidi und Kluwe… und dann der Grafingo, offensichtlich mit seinen besten Liedern – wenn auch ohne Weihnachtsgefühle. Vielen Dank für die Geburtstagsgrüße und –wünsche! Hättest ruhig sagen können, dass die alten Knochen mich nun schon 77 Lenze tragen! Übrigens – am 26. Dezember 2004, also an meinem 66. Geburtstag, kam der Tsunami! Und nicht zu uns! So ist das Leben – ungerecht-gerecht.

Also, ich danke Dir. Und schön war doch auch die „Duplizität der Ereignisse“: Weihnachten – Sonnabend – und – Graf. Also das originalste Original. 

Lustig auch meine Frage: Wer hat meinen „Diplomphilosophen“ in der SUPER wieder gestrichen? „Denen“ klang das wohl so wie Stasi – zumindest nicht schlagerkonform. So etwa wie AMIGA (Kähne) mir da-ha-mals sagte: 

Also, Herr Runge, „Hartwig Runge“ – das ist kein Schlagersängername, das klingt nicht;  wir lassen uns `was anderes einfallen! Und dann wurde ich Teil der „feudalen Gesellschaft“ – 

Der berühmte Kurt Klamann hatte dann eine entsprechende Karikatur in der EULE präsentiert… Die „Genossen“ in Mecklenburg bestanden vorher darauf, den Graf wieder zu vergraben, denn diese Sorte hatten wir ja enteignet… oho!

Mit lieben Grüßen und Wünschen, dass Du immer und ewig der Matador in der Ost-Schlager-Arena bleibst!

Dein oller Grafingo

Schlager des Ostens

Musik im Blut

Nunmehr liegt die fünfte Ausgabe des Lexikons „Musik im Blut“ vor, eine überarbeitete und ergänzte Fassung, herausgegeben vom Creativ-Design Cottbus GmbH. 

Finale vom 500.Kofferradio am 26.August 2014
Auch über die im Foto abgebildeten Interpreten stehe ausführliche Informationen im Lexikon.
Foto: Michal- Peter Jachmann

Vorwort

Die DDR, an deren Ableben wir in diesem Jahr zum 20. Mal erinnert werden, ist längst „Auferstanden aus Ruinen“… Die tollsten Sachen werden ausgegraben – die DDR zum Lachen aber auch zum Nachdenken. Film, Fernsehen und Hörfunk aber auch die Presse machen es möglich. An ein „bisschen“ Glamour und Glanz möchte dieses Lexikon erinnern.

Mochten sich die Westler in den 1950ern und 1960ern den Glanz der milden Italien-Sonne herbei singen – der Osten tat`s auch. Denn die DDR gab sich durchaus Mühe, ihren Bürgern Freude ins Haus zu bringen. Es war nicht alles zappenduster im real-sozialistischen Staat auf deutschem Boden. Dafür sorgten tolle Komponisten, Schlagertexter, Arrangeure, Musiker und Interpreten. Aber auch zahlreiche West-Stars, West-Rhythmen, West-Schlager. Letzteres hatte mindestens zwei Nachteile: Erstens waren diese kaum zu bezahlen (man brauchte Devisen), und zweitens stand alles Westliche einer Auffassung von sozialistischer, eigenständiger Tanzmusik im Wege. Dennoch waren sie da, kamen zu unterschiedlichsten Zeiten.

Das vorliegende „Lexikon – Schlager des Ostens“ geht grundsätzlich nicht auf gesellschaftliche Ereignisse oder kulturpolitische Forderungen der SED und der DDR-Regierung ein. Diesbezüglich Bedeutsames steht in meinen drei Büchern „Schlagergeschichte(n) des Ostens“ (aperçu-Verlag). So wie im Sport oder in der Mode, beim Film oder beim Fußball verdient nicht alles auf dem Gebiet der DDRTanzmusik, im tiefen See des Vergessens versenkt zu werden. Es ist für das gesamtdeutsche Musikschaffen von enormer Wichtigkeit und Bedeutung, Tanzmusikschaffende der DDR mit ihren Werken und preisgekrönten Melodien in den gesamtdeutschen Schatz der Erinnerung aufzunehmen.Bereits Mitte der 1950er begann mein Interesse für den Deutschen Schlager, das sich bis zum Mauerbau auch auf Veranstaltungen in ganz Berlin bezog. Dank meiner Mitarbeit im Hörerkreis Musik beim Berliner Rundfunk und der damit verbundenen Radio-Sendungen seit Ostern 1963 lernte ich zahlreiche Interpreten aus Ost und West kennen, von denen ich viele nach der Wende in meinen Schlagersendungen und auf diversen Veranstaltungen erneut begrüßen durfte. Dennoch erhebe ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Angaben in diesem Lexikon. Grundsätzlich ist über die Tanzmusik-Interpreten zu lesen, die in den Funk- und Fernseh- Hit-Paraden zu hören und zu sehen waren, die bei AMIGA mehrere Platten produzierten und auf den großen DDR-Showbühnen Präsenz zeigten.

Meine Quellen sind Veröffentlichungen, die mir vom Lied der Zeit- Verlag (Roba-Musikverlage Hamburg) zur Verfügung gestellt wurden sowie Gespräche, die ich mit Interpreten und Autoren auch im Rahmen meiner Radio-Sendungen und hier besonders „Kofferradio“ führte. Ich danke den Schlagerfreunden Anke und Jutta Sommer aus Wolfen, die zahlreiche Recherchen über Google und Wikipedia im Internet unternahmen. Die veröffentlichten Fotos stellten mir Interpreten, der Pressefotograf Manfred Gößinger und der Journalist Michael-Peter Jachmann zur Verfügung oder kommen aus meinem Archiv. Ich danke Klaus Röllig vom aperçu-Verlag-Berlin für die Foto-Collagen.

Die GEMA mit ihren Stiftungen sah keine Möglichkeit einer finanziellen Unterstützung. Auf der Suche nach Sponsoren stieß ich auf den Schlagerfreund Matthias Kahlert, der die Herausgabe des „Lexikon – Schlager des Ostens“ ermöglichte.

Siegfried Trzoß

Lexikon: Schlager des Ostens

ISBN: 978-3-00-029306-1

Siggi Trzoß zu Gast in der „Schatztruhe“ von Radio Paloma, März 2010!

Vorstellung der ersten Ausgabe des Buches in der „Schatztruhe“ von Radio Paloma, März 2010!

Ralf Grohs, Siggi und Jan Zwinkmann

Mein Dank gilt den Schlagerfans Ralf Grohs und Jan Zwinkmann sowie Anke und Jutta Sommer. Alle vier waren auch Gast im „Kofferradio“-Studio von ALEX-Berlin.

Anke und Jutta

Buchlesung mit Film-und Musikausschnitten anlässlich der Filmfesttage im  Kino von Wittenberge.

Am 11.September 1953 startete Heinz Quermann mit dem Musikredakteur Siegfried Mai bei Radio DDR „Die Schlagerlotterie“ Gerhard Honig und Walter Kubiczeck folgten als Musikredakteure- von 1963 bis 1988 war Siegfried Jordan Musikredakteur der Sendung, die im Oktober 1958 zur „Schlagerrevue“ umbenannt wurde!

Meine erste deutsch-deutsche Schlagershow im Mai 1993 im Saal des Theaters am Park in Berlin-Biesdorf.

Britt Kersten, Bert Hendrix (+),Gipsy, Christian Schafrik und Ingo Graf bestimmten den DDR-Schlager der 1960er entscheidend mit.